Dienstag, 22. Januar 2008

Triumph des Bösen?

Amalia besucht den alten Moor in seinem Schlafgemach. Schlummernd und von Karl träumend sieht sie ihn in seinem Sessel und kann nicht mehr sauer auf ihn sein. Sie weckt ihn aus seinem Traum und verzeiht ihm seinen Fluch. Sie unterhalten sich über Karl, ihre junge Liebe, und betrachten dabei ein Portrait, das Amalia selbst von ihm gemalt hat. Mitten während eines Klavierstücks, dass sie dem alten Moor vorspielt und dazu singt, unterbricht sie der Diener Daniel, da ein Mann, mit einer dringlichen Mitteilung hereinkommen möchte. Der verkleidete Hermann gibt sich für einen Kriegskameraden Karls aus, der in Prag gefallen sei. Bei sich hat er mehrere Gegenstände, die die Echtheit der Aussage unterstreichen. Zutiefst von seiner eigenen Schuld erschüttert und unter Franz‘ niederschmetternden Verfluchungen, bricht der alte Moor schließlich zusammen – nicht einmal mehr Amalias Trost konnten ihn bei Besinnung halten. Als Franz, der kurz zuvor das Zimmer verlassen hatte, vom vermeintlichen Tod seines Vaters hört, stürzt er hinein und zelebriert sich bereits als neuen König.

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