Der zuvor hintergangene Bruder Karl von Moor diskutiert mit seinem Freund Spiegelberg über das "Kastratenjahrhundert" und die lahme Gesellschaft, die umso lahmer wird, je mehr er in seinen alten Werken über die Heldentaten der Antike liest. Mitten in die aufgeheizte Stimmung platzt ein Brief seines Vaters, in dem er ihn unwiederruflich und ungeachtet jeder Bitte verstößt.
Karl verliert gänzlich sein Vertrauen in die Gesellschaft und als seine Freunde ihn einladen, der Anführer ihrer Räuberbande zu werden, willigt er umgehend ein. Ein Treueschwur bindet alle bis in den Tod aneinander außer Spiegelberg, der sich beleidigt heraushält.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Donnerstag, 29. November 2007
Wortduell
Zunächst fiel mir beim Lesen auf, dass der familiäre Aspekt in Schillers "Räuber" eine deutlich größere Rolle einzunehmen scheint als bei Kleist. Wörter wie Vater, Bruder und Sohn kommen entschieden häufiger vor, als bei "Michael Kohlhaas". Meiner Meinung nach ist das wenig verwunderlich, da die Familie in "Kohlhaas" eigentlich unwichtig ist. Bereits am Anfang der Geschichte trennen sich die Wege Kohlhaasens und seiner Familie. Seine Frau stirbt, seine Kinder werden weggeschickt und treten erst am Ende der Novelle wieder in Erscheinung.
Wörter wie "Herz", "groß" und "frei" kommen bei beiden Autoren in etwa gleicher Zahl vor. Besonders die häufige Benutzung des Wortes "frei" schiebe ich auf die rebellische Thematik beider Werke. "Groß" und "Herz" lassen auf Emotionalität schließen.
Einzige Überraschung war für mich der Gebrauch von Wörtern wie "Recht", "Rache" und "gerecht", der in beiden Texten ungefähr gleich zu verzeichnen ist. Ich hätte hier eine deutliche Übermacht auf Seiten Kleists erwartet, da sie hier in größerem Maße das Leitthema als bei Schiller sind.
Die große Anzahl von Ausrufe- und Fragezeichen lässt sich einfach durch die Gattung beider Werke erklären. Bei Schiller handelt es sich, um ein Theaterstück, bei Kleist hingegen um eine Novelle.
Wörter wie "Herz", "groß" und "frei" kommen bei beiden Autoren in etwa gleicher Zahl vor. Besonders die häufige Benutzung des Wortes "frei" schiebe ich auf die rebellische Thematik beider Werke. "Groß" und "Herz" lassen auf Emotionalität schließen.
Einzige Überraschung war für mich der Gebrauch von Wörtern wie "Recht", "Rache" und "gerecht", der in beiden Texten ungefähr gleich zu verzeichnen ist. Ich hätte hier eine deutliche Übermacht auf Seiten Kleists erwartet, da sie hier in größerem Maße das Leitthema als bei Schiller sind.
Die große Anzahl von Ausrufe- und Fragezeichen lässt sich einfach durch die Gattung beider Werke erklären. Bei Schiller handelt es sich, um ein Theaterstück, bei Kleist hingegen um eine Novelle.
Donnerstag, 22. November 2007
Bruderliebe
Die erste Szene aus Schillers Drama, "Die Räuber", spielt im Schloss des Grafen Maximilian von Moor. Dessen Sohn Franz trägt dem Vater einen Brief mit falschen Informationen über seinen älteren Bruder Karl vor, der in Leipzig studiert, um diesen vor seinem Vater in ein schlechtes Licht zu rücken. Der Vater kann auf seine alten Tage den Schock darüber, dass sein heißgeliebter Sohn Karl auf die Schiefe Bahn gelangt ist, kaum verkraften. Durch Einwirken des eifersüchtigen Franz, beschließt der Vater sich von Karl zu distanzieren, um nicht unter dessen Missetaten zu leiden. Franz erhält die Aufgabe seinen Bruder davon in Kenntnis zu setzen und verfasst den Antwortbrief.
Donnerstag, 15. November 2007
Donnerstag, 8. November 2007
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