Dienstag, 22. Januar 2008
Von Liebe und einem Schwur
Karl und der alte Moor warten auf die Rückkehr Schweizers. Die Räuber kehren ohne Franz zu ihnen zurück, wohl aber mit der Nachricht von dessen und Schweizers Selbstmord. Einige Räuber bringen Amalia, die sie in der Nähe aufgegriffen haben. Karl gibt endlich allen seine Identität preis, woraufhin der alte Moor vor Schrecken stirbt. Amalia versichert Karl ihre Liebe und verzeiht ihm für seine Taten. Sie will mit ihm zusammenleben, doch der Räuberschwur lässt ihn nicht. Amalia bittet ihn darum, sie umzubringen, wenn sie sich schon nicht lieben könnten. Karl Moor erfüllt ihre Bitte und beschließt nach der Tat, sein Räuberleben aufzugeben und sich einem Tagelöhner auszuliefern, der sein Kopfgeld bekommen solle.
Vatermord und Brudermord
Daniel will aus Gewissensgründen vom Moorschen Schlosse fliehen, als ihn Franz beim Gehen ertappt. Dieser ist nach einem Albtraum verängstigt und nicht ganz bei Sinnen. Aus Angst vor dem jüngsten Gericht, lässt er einen Pastor kommen. Pastor Moser erklärt Franz auf dessen Drängen hin, dass die „zwo“ größten Sünden Vatermord und Brudermord seien. Franz ist daraufhin außer sich. Er lässt die Glocken läuten und begeht, wobei er Schweizer und seine Männer immer näherkommen hört, Selbstmord. Als Schweizer den toten Franz sieht, erschießt er sich mit seiner Pistole. Den Auftrag hatte er nicht erfüllen können.
Die Wahrheit kommt langsam ans Licht
Die Räuber lagern in einem nahen Wald und singen ein Räuberlied. Spiegelberg äußerst erstmal offen seinen Wunsch, selber Hauptmann zu sein und will Razmann davon überzeugen, Karl umzubringen. Schweizer ersticht Spiegelberg kurzerhand. Karl Moor und Kosinsky kehren zurück und erfahren von dem Tod Spiegelbergs. Der Hauptmann trifft jedoch keine richterliche Entscheidung. Er wirkt geistesabwesend und anstatt Befehle zu geben, will er nur auf seiner Laute das Lied von Brutus und Cäsar spielen. Nach seinem Lied hat Karl Selbstmordgedanken und zweifelt seine Ideale an. Nur der Gedanke, dass er dem Elend in diesem Fall nicht den Sieg überlassen will, bringt ihn von seinem Suizid ab.
Karl ertappt Hermann dabei, wie er dem alten Moor in ein Gefängnis Essen bringt. Er befreit den Gefangenen und erkennt in ihm seinen Vater, er selbst gibt sich nicht zu erkennen. Karl ist so empört, dass er Schweizer damit beauftragt, den hinterlistigen Franz unbedingt lebend an ihn auszuliefern. Die übrigen Räuber verteilen sich im Wald, Karl wartet. Der Kampf hat begonnen.
Karl ertappt Hermann dabei, wie er dem alten Moor in ein Gefängnis Essen bringt. Er befreit den Gefangenen und erkennt in ihm seinen Vater, er selbst gibt sich nicht zu erkennen. Karl ist so empört, dass er Schweizer damit beauftragt, den hinterlistigen Franz unbedingt lebend an ihn auszuliefern. Die übrigen Räuber verteilen sich im Wald, Karl wartet. Der Kampf hat begonnen.
Zwei Schicksale
Amalia ist im Garten und wägt ab, ob sie sich wirklich zu dem Grafen von Brand hingezogen fühlt, dessen Stimme sie so beeindruckt hat. Karl tritt zu ihr und Amalia erzählt von ihrer verlorenen Liebe, die immer noch so stark ist. Es beeindruckt ihn tief, wie sehr sie ihn noch vermisst. Auch Karl erzählt die Geschichte „seiner“ Amalia, doch gibt er sich ihr nicht zu erkennen. Zu perfekt ist das Bild, das Amalia von ihm hat, als dass er es zerstören will. Als sie auf der Laute ein altes Lied zu singen beginnt, stimmt Karl aus Gewohnheit ein, wirft nach diesem Erkennungszeichen aber sofort die Laute weg und flieht vom Schloss.
Der treue Diener
Daniel erkennt in dem Grafen von Brand seinen alten Junker Karl und spricht ihn an. Dieser beharrt jedoch auf seine falsche Identität und wirft dem Diener vor, wirr zu reden. Nach einer längeren Diskussion gibt Karl sich endlich zu erkennen und fällt dem treuen Daniel in die Arme. Er erfährt von ihm, dass Amalia ihn nie vergessen hat und dass sein Bruder Franz alles ausgeheckt hat. Als Kosinsky hinzutritt, befiehlt er ihm sofort die Pferde zu satteln. Er möchte sich nur noch von Amalia verabschieden.
Der Graf von Brand
Der Graf von Brand betrachtet begleitet von Amalia die Gemälde in der Galerie des Moorschen Schlosses. Amalia bemerkt nicht, dass ihr Verlobter unter der Fassade steckt. Als der Graf sie zu seinem eigenen Bild befragt, bricht sie kurzerhand in Tränen aus und läuft vor in den Garten. Karl fühlt sich in seiner Liebe bestätigt und folgt ihr bald. Franz, der seinen Bruder schnell entlarvt hat, unterstellt Daniel mit selbigem eine Intrige zu spinnen und befiehlt ihm, Karl zu vergiften. Daniel ist hin- und hergerissen zwischen Glauben und Gehorsam, entscheidet sich am Ende aber offensichtlich für Letzteres.
Zurück in die Heimat
Die Räuberbande hat Karls Heimat erreicht. Kosinsky wird vorrausgeschickt, um den als Grafen von Brand getarnten Karl im Schloss anzumelden. Bevor er dieses jedoch betritt, schwelgt Karl wieder einmal in Erinnerungen an seine Kindheit und scheint nach dem langen und dramatischen Monolog völlig von Sinnen zu sein.
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